Spielautomaten mit weniger Zulauf

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Spielhallen waren lange Zeit eine gute Umsatzquelle für deren Betreiber. Das könnte sich jetzt jedoch ändern, denn härtere Gesetze machen den Betreibern zu schaffen. Nur rund 4,465 Milliarden Euro konnten 2013 an den Automaten eingespielt werden. Das sind 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Kaum Neueröffnungen von Spielhallen Die Betreiber beklagten im Zuge der Zahlen die immer schlechter werdenden Rahmenbedingungen für Spielautomaten und das gewerbliche Geldspiel. Das habe unter anderem dazu geführt, dass im letzten Jahr kaum neue Spielstätten eröffnet hätten. Auch die Anzahl der aufgestellten Geräte für Glücksspiel ist gesunken. So gab es im letzten Jahr statt 265000 nur noch 263000 aufgestellte Geräte. Der Grund für die Rückgänge im Bereich des Glücksspiels ist im Wesentlichen mit den härteren Vorschriften zu erklären. Diese wurden aufgrund der hohen Anzahl an Spielsüchtigen eingeführt. Aktuelle Studien gehen von einer Zahl von 200000 bis 250000 Spielsüchtigen in Deutschland aus.

Deutscher Automatenverband warnt vor Verdrängungen

Die staatlichen Vorgaben bringen jedoch auch negative Veränderungen mit sich. Suchtforscher gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren die Anzahl an illegalen Glücksspiel-Angeboten im Internet rasant ansteigen könnte. Diese sind staatlich nicht mehr kontrollierbar und würden damit möglicherweise die entstandene Lücke für die Spielsüchtigen füllen ohne dass der Staat wesentlich eingreifen kann. Bei der Fachmesse für Automatenbranche warnte Wolfgang Kubicki (stellvertretende FDP-Vorsitzender) auch vor einer entstehenden Verbotskultur in diesem Bereich. Statt vieler Verbote sei es sinnvoller, Spielautomaten sowie auch das Glücksspiel generell in staatlich gelenkten Bahnen zu regulieren. Denn die aktuelle politische Lösung führe hingegen eher dazu, dass illegale Spielangebote entstünden, die eben nicht mehr reguliert werden könnten.

Stationäre Spielautomaten behalten Suchtpotenzial

Der Suchtforscher Peter Hayer hingegen sieht das Problem nicht, wie Kubicki, in der Abwanderung ins Internet. Die meisten hilfesuchenden Süchtigen, nämlich 70 bis 80 Prozent, würden immer noch am Automaten zocken. Damit sei das Argument Internet nicht haltbar. Die Diskussion sei reine Spekulation und spiegelt keine Tatsachen wieder. Spielsucht ist ein großes Problem in Deutschland. Deshalb gibt es seit einigen Jahren zum Beispiel im Bereich der Lotterie, aber auch bei den Automaten harte Gesetze, die dafür sorgen sollen, dass die Zahl der Süchtigen möglichst zurückgeht.
Sie wollen sich weiter zum Thema Glücksspiel informieren? Weitere Beiträge zum Thema finden Sie im Infolink.

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